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Monitor Panel Vergleich Titelbild

TN, IPS, VA, IGZO & OLED: Monitor Panel Vergleich

Wer einmal vor dem Kauf eines Monitors stand weiß: Es gibt viele unterschiedliche Panels zu verschiedensten Preisen. Doch was bedeutet TN, IPS, VA, IGZO und OLED genau? Eine Erklärung der gängigsten Monitor Panel.

Inhaltsverzeichnis

  1. TN
  2. IPS
  3. VA
  4. IGZO
  5. OLED
  6. Zusammenfassung

TN: Twisted Nematic

TN-Panels zählen zu den gängigsten und günstigsten Monitor Panel auf dem Markt. Sie basieren auf der nematischen Drehzelle, die auch TN-Zelle oder Schadt-Helfrich-Zelle genannt wird.

Erfunden wurde sie 1970 von ihrem Namensgeber Martin Schadt sowie Wolfgang Helfrich. LCD-Displays mit dieser Technik gibt es bereits seit 1971.

Monitore mit TN-Panel erfreuen sich besonders dank ihrem billigen Preis an Beliebtheit. Bestseller sind unter anderem die Modelle BenQ GL2450HMSamsung S24D300H und Asus VS247HR mit Preisen um 130 Euro.

Dank ihrer sehr geringen Reaktionszeit von bis zu 1ms eignen sich solche Monitore zudem perfekt für den Gaming Bereich. Bekanntester Vertreter ist der BenQ XL2411Z.

Im Vergleich zu anderen Panels wie IPS und VA verbrauchen TN-Panels außerdem besonders wenig Strom –  im Durchschnitt 22-25W im regulären Betrieb.

Der Kontrast ist gut, aber nicht für professionelle Bildbearbeitung geeignet. Weiterer Kritikpunkt ist der vergleichsweise geringe Blickwinkel.

IPS: In-Plane Switching

IPS-Panels sind die zweithäufigsten Paneltypen auf dem Markt. Erfunden wurde die Technik, um die zu dieser Zeit größten Probleme der TN-Panels zu lösen, nämlich schlechte Blickwinkel und Farbwiedergabe.

Die Erfindung des IPS-Panels fand Anfang der 90er durch Günter Baur und weiteren Miterfindern an den Fraunhofer-Instituten in Freiburg statt. 1996 begann der japanische Hersteller Hitachi mit der Produktion von IPS-Displays.

2007 folgte LG mit der Produktion von IPS-Displays und eigenen Monitoren. Die Variante „AH-IPS“ wird seit 2011 produziert und ist heute die am meisten verwendete Panel Technik. Zu den bekanntesten Vertretern gehört Dells UltraSharp Serie, z.B. dem Dell UltraSharp U2515H, sowie Apples Retina-Displays.

Weiterhin produziert seit 2010 Samsung eine eigene Variante namens PLS (Plane to Line Switching), welche kleine Verbesserungen gegenüber LGs IPS Technik mit sich bringt.

Seit 2012 gibt es zudem die Variante AHVA (Advanced Hyper-Viewing Angle) von AU Optronics, einem Teil der BenQ-Gruppe. Ende 2014/Anfang 2015 schaffte es der Hersteller erstmals 144Hz auf IPS-Panels anzuwenden.

Aufgrund dessen hat auch IPS seinen Weg in den Gaming Bereich gefunden. Die Preise von guten IPS-Monitoren reichen von rund 300 Euro bis über 1000 Euro. Allerdings gibt es auch günstigere Modelle die für den Office Betrieb völlig ausreichend sind.

Einzige Nachteile von IPS sind der etwas höhere Stromverbrauch der Monitor Panel und der oftmals höhere Preis im Vergleich zu herkömmlichen TN-Monitoren.

VA: Vertical-Alignment

Bei VA-Panels unterscheidet man grundsätzlich die Ausführungen MVA (Multi-domain Vertical Alignment) und PVA (Patterned Vertical Alignment). MVA stellt dabei die 1996 von Fujitsu entwickelte Ur-Technik dar.

Weiterentwickelt wurde die Technik von Samsung, bekannt als S-PVA (Super-PVA), sowie AU Optronics, bekannt als P-MVA (Premium-MVA).

Dank ihres fantastischen Kontrasts, stabilem Blickwinkel und äußerst akkurater Farbtreue finden VA-Panels vor allem im professionellen Bereich Verwendung.

Wegen relativ hoher Reaktionszeit der meisten VA-Panels eignen sich Monitore mit dieser Technik eher nicht für Gaming – Stichwort: Schlierenbildung.

VA-Panels sind die dritthäufigste Technik auf dem Markt und kommen aufgrund ihrer Anwendung im Profibereich mit einem teurem Preis daher.

IGZO: Indium-Gallium-Zink-Oxid

IGZO ist eine sehr wenig verwendete Technik aber dennoch erwähnenswert. Sie fand 2003/2004 ihren Ursprung in Japan und wird seit 2012 von Sharp produziert.

Das verwendete Material ermöglicht transparente Displays mit schnelleren Reaktionsgeschwindigkeiten und wenigerer Stromverbrauch.

Apple wollte die Technik bereits im iPad 3 nutzen, jedoch kam es aus Zeitgründen nicht dazu. Razer setzt bei seinem Razer Blade 14 auf ein IGZO-Panel.

Aktuell gibt es nur einige wenige Modelle von ASUS, Dell und NEC. Ob und wann neue Monitore mit IGZO erscheinen werden, wird die Zukunft zeigen müssen.

Bei IGZO handelt es sich nicht um ein Display Panel, sondern um eine Schicht von LC-Displays (LCDs). Eine häufig vorkommende Kombi ist daher IPS/IGZO.

OLED: organic light-emitting diode

OLED ist eine im Monitorbereich kaum genutzte Technik. Viel mehr findet sie bei Samsung Smartphones als AMOLED sowie LG OLED-TVs ihre Verwendung. Neben Samsung und LG befasst sich auch der taiwanische Hersteller AU Optronics mit der Fertigung von OLED-Panels.

Dell verwendet OLED-Displays zurzeit in seinem Alienware 13 Gaming Notebook als auch im Dell Ultrasharp UP3017Q. Letzteres ist jedoch nicht in Deutschland verfügbar und wird ausschließlich in den USA für einen stolzen Preis von 4999 US-Dollar verkauft.

Großer Vorteil der OLED Technik ist, dass sie besonders dünne und biegbare Displays bei guten Blickwinkeln erlaubt. Das macht sich beispielsweise LG für seine Curved OLED-TVs zu Nutze. Als günstigere Alternative zu OLED hat sich auf dem TV-Markt die QD (Quantum Dot) Technik durchgesetzt.

Zudem kann jeder einzelne Pixel individuell gesteuert werden. Das erlaubt, dass beispielsweise schwarze Bereiche komplett ausgeschaltet werden können und so ein besonders hoher Schwarzwert erreicht wird. Die Werte für Kontrast sind dementsprechend genau so gut.

Dells UP3017Q bietet zudem den Vorteil, dass die Reaktionszeit gerade mal 0,1ms bei einer Bildwiederholfrequenz von 120Hz beträgt.

Großer Nachteil von OLED ist die vergleichsweise geringe Lebensdauer und Alterung der organischen Materialien. Aus diesem Grund ist die breite Verwendung der Technik im Monitorbereich bisher ausgeblieben

Monitor Panel Zusammenfassung

Wir fassen zusammen:

  • Die aktuell gängigsten Monitor Panel sind TN, IPS und VA. IGZO sowie OLED sind dagegen vorerst eine Nische und werden in Zukunft relevanter werden.
  • TN-Panels sind besonders schnell, günstig und sparsam bei der Leistungsaufnahme.
  • IPS-Panels bieten wesentlich bessere Blickwinkel und eine deutlich bessere Farbdarstellung.
  • VA-Panels richten sich aufgrund ihres hohen Kontrasts und ihrer Farbtreue in erster Line an den Profibereich.

Aufgrund dessen eignen sich TN-Panels besonders in den Bereichen Low Budget und Gaming.

IPS-Panels hingegen sind heute vielfältig einsetzbar und neben Office auch für Gaming und teilweise auch Bild- und Videobearbeitung geeignet.

VA-Panels richten sich an den professionellen Bereich und eignen sich daher bestens für CAD und professionelle Bild- und Videobearbeitung.


TNIPSVA
Preisgeringmittel – hochhoch – sehr hoch
Kontrastakzeptabelgutsehr gut
Blickwinkelakzeptabelsehr gutsehr gut
Reaktionszeitsehr gutgutschlecht – mittel
Leistungsaufnahmegeringmittel – hochhoch – sehr hoch

tftlounge.com

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